Der Entwurf

Der Entwurf eines Veranstaltungsortes auf dem Gelände der ehemaligen Schaeferschen Tuchfabrik fühlt die Rationalität der einstigen Produktionsabläufe nach und bedient sich der, dem Gelände eingeschriebenen Additivität der Baukörper entsprechend des Kapazitäts- und Nutzungserweiterung früherer Zeiten. Entsprechend dieses Prinzips erfolgt die Setzung neuer städtebaulich wirksamer Baukörper, welche sowohl in der Leipziger Straße als auch in Richtung Stadtzentrum deutlich wahrnehmbare Adressen eines Veranstaltungsortes sind.


Die Geste des neuen Torgebäudes nimmt hierbei eine notwendige und wichtige Abholfunktion der Besucher aus dem Straßenraum. Neben den erhaltenen Fragmenten der ehemaligen Toranlage markiert das Verwaltungsgebäude mit inszeniertem Webstuhl im Erdgeschoss den neuen alten Eingang in den Fabrikinnenhof. An dieser Stelle ist das gesamte Gelände erstmals vollständig erlebbar.
Der neue Baukörper des Veranstaltungssaales schließt direkt neben dem Heizhaus an und agiert hierbei als großer Bruder des Torgebäudes. Er fasst erstmals die östliche Raumkante des Hofes und gibt den Fassaden der ehemaligen Bauten entsprechen ihrer früheren Nutzung als Kontor und Lagergebäude eine neue Funktion als Kasse und Garderobe.
Die frühere Dimension des Hofes ist in der Folge als offener Vorbereich des Sheddachhallenfoyers weiterhin erzählend wirksam. In der weiteren Erlebbarmachung der historischen Industriegeschichte folgt der nahezu erlebbare, offene Sheddachraum als Überlieferung der früheren Produktionszustände. Dieser übernimmt die Funktion des Foyers einschließlich der Bar.
Die Lichtverhältnisse machen von Banketten über Automobilmessen verschiedenste Veranstaltungen denkbar. Sanitärbereiche und Küchenfunktionen befinden sich in unmittelbarer Nähe und nehmen ebenfalls historischen Baukörper auf.
Der verzahnte Veranstaltungssaal nimmt im Anschluss an die Sheddachhalle seinen steilen Winkel auf und invertiert das diffuse Nordlicht in ein beleuchtendes Südlicht, welches die Eingänge hervorhebt. Der Zugang erfolgt durch Schleusen, welche Stuhllager im Erdgeschoss sowie die Regiekanzeln der Säle im Obergeschoss beherbergen. Das Pendant befindet sich auf der anderen Seite in den Taschen der verschiebbaren Raumtrenner. Der Saal in seiner warmen Holzhaptik ist in der Folge ein vollständig funktionsfähiger autarker Baukörper, welcher der Veranstaltungsgröße entsprechend trennbar ist. In seiner maximalen Größe, einschließlich Rangbereich 600 Personen aufnehmen kann.
Während der Besucher den Saal aus dem Foyer erschließen kann, ist es den Künstlern, Dekorateuren und Darstellern möglich, die versenkbare Bühne direkt aus dem Hochbau über die Nordseite zu erschließen. In diesem befindet sich sowohl die Bühnenvorbereitung als auch die Garderobe und Sanitärbereiche der Künstler und Solisten. Ebenfalls wird im Hochbau das Produktionsbüro als auch sämtliche technische Ausstattung realisiert.
Insgesamt ergeben sich in der verzahnten Nachbarschaft von Sheddachhalle und Veranstaltungssaal verschiedenste Szenarien der Nutzbarkeit ohne dem Konzept seine Klarheit zu nehmen.
Die Materialiät im Außenbereich gibt sich betont kontrastierend und ist aus eloxiertem Aluminium ausgeführt. Einerseits geschieht dies, um die historische Bausubstanz zu betonen, andererseits, um die neue Nutzung des Fabrikareals deutlich zu machen. Die 600-jährige Tuchmachertradition Finsterwaldes wird somit sprichwörtlich vergoldet und ist zugleich kraftvoll genug, um städtebauliche Impulse zu setzen.
Im Innenraum verbleiben die Bestandswände in ihrer Backsteinsubstanz, welche einen ruhigen Kontrast zum Konstruktionsmaterial Beton, des neuen Baukörpers generieren. Der Innenraum des Saales gestaltet sich in einheitlicher warmer Holzoptik, die ebenso wie die Paneele der Außenraumverkleidung eine Anspielung auf die Winkel der Sheddachkonstruktion darstellen.

aus Wettbewerbsunterlagen, Architekturbüro Habermann

Entwurfspräsentation von Architektur Habermann


Förderverein Stadthalle Finsterwalde

 

Gründung

21. April 2016

Ziel

Zweck des Vereins ist die Förderung der Stadthalle Finsterwalde und die Belebung und Entwicklung der Kunst und Kultur in der Sängerstadt, insbesondere durch Veranstaltungen in dem Gebäude der Stadthalle.    

Vorstand

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