Geschichte

 

Finsterwalde stellt in seiner ursprünglichen Struktur eine typische ostelbische Kolonistenstadt dar. Rechtwinklig aufeinandertreffende Straßen bilden viereckige Quartiere, die sich um den relativ großen Marktplatz gruppieren. Das Siedlungsgelände  besaß keine Stadtmauer, aber Palisaden und einen Stadtgraben und zwei (oder drei) Stadttore, deren Aussehen nicht überliefert ist.

 

 

 

1199 In einer (gefälschten?) Urkunde des Klosters Dobrilugk wird als erste urkundlich erwähnte Örtlichkeit des Gebietes Finsterwalde der Siebenbrunnen (Bürgerheide) genannt.

1282 Finsterwalde wird erstmalig erwähnt. Ein Herr Heinemanus de Vynsterwalde unterschreibt auf einer Urkunde

1336 In einem Lehnsdokument wird Finsterwalde als "wybilde unde hust tzu Duisterenwalde" bezeichnet. Früheste Erwähnung der Stadt.

1425 Finsterwalde gehört bis 1815 der Niederlausitz nicht mehr an.

1466 Zum ersten Mal wird ein Bürgermeister der Stadt erwähnt.

1533 - 1625 Die Familie von Dieskau sitzt fast ein Jahrhundert auf dem Finsterwalder Schloss. Unter ihr erhält das Schloss seine heutige Gestalt. (Renaissance).

1594 Mit der Errichtung des Renaissancealtars ist der Neubau der evangelischen Trinitatiskirche abgeschlossen.

1642 Finsterwalde wird (wie 1643 und 1645) durch schwedische Truppen geplündert und eingeäschert.

1675 Durch einen Brand wird das Rathaus samt dem Stadtarchiv vernichtet.

1774 In der Stadt leben 85 Tuchmacher.

1800 In Finsterwalde leben 1660 Einwohner.

1815 Die Stadt wird preußisch und kommt wieder zur Lausitz.

1833 Finsterwalde hat jetzt 3000 Einwohner.

1838 Gründung der Koswig'schen Tuchfabrik.

1859 Ein erstes Krankenhaus wird in der Stadt eingerichtet.

1862 In Finsterwalde gibt es 14 Dampf-Tuchfabriken und 140 Tuchmachermeister.

1871 Die Stadt bekommt Anschluss an die Eisenbahn.

1880 Finsterwalde hat 7300 Einwohner.

1887 Eröffnung der Eisenbahnlinie Finsterwalde - Schipkau.

1891 Eingemeindung von Naundorf.

1899 Von Wilhelm Wolf erscheint das Theaterstück "Die Sänger von Finsterwalde".

1908 Errichtung des Elektrizitätswerkes.

1911 Die Bahnlinie Finsterwalde - Luckau wird eröffnet.

1920 Die Stadt kauft das Hinterschloss und baut einen Stadtverordnetensaal ein.

1922 Die Fabriken Fimag und Kjellberg werden gegründet.

1925 Bau des Feuerwehrdepots im Vorderschloss.

1928 Eingemeindung von Nehesdorf.

1929 Im Rathaus wird eine städtische Bibliothek eingerichtet.

1934 Ein Militärflugplatz entsteht am Rande der Stadt.

1952 Finsterwalde wird Kreisstadt.

1954 Feier des ersten Sängerfestes.

1981 Eröffnung des Kreismuseums mit dem alten Kolonialwarenladen als Hauptahnziehungspunkt.

1993 Großkreisbildung aus den Kreisen Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Herzberg; Herzberg wird Kreisstadt.

1993 Sorno wird Ortsteil von Finsterwalde.

 Quelle: "Finsterwalde - Ein Lesebuch zur Geschichte unserer Stadt" von Dr. R. Ernst und O. Weber

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