Informationen April 2016

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

am 16. März starteten wir mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Andreas Holfeld mit einem ersten Spatenstich den Bau der Verlängerung der Südlichen Stadtkernentlastungsstraße. Mit diesem Straßenneubau im dritten und damit letzten Bauabschnitt des Projektes schließt sich der Entlastungsring um die Innenstadt von Finsterwalde. Die neue Straße auf der ehemaligen Bahngleistrasse wird die Wohnqualität in den Straßen Langer Damm, Lange Straße und Cottbuser Straße um ein Vielfaches erhöhen. Die bislang ungünstig verlaufenden Verkehrsströme, vor allem des Schwerlastverkehrs, werden mit dem Straßenneubau neu sortiert und um die Wohnquartiere herumgeführt. Seit 2011 haben wir um Fördergeld für dieses Projekt gerungen. Nun freue ich mich, dass Verkehrslärm und Emissionen aus diesem Bereich der Innenstadt verschwinden.  

 

Im Anschluss an den ersten Spatenstich hatte ich Gelegenheit, mit Ministerin Schneider über das Projekt Stadthalle für Finsterwalde zu sprechen. Sie stellte für dieses Zukunftsprojekt weitere Unterstützung des Landes Brandenburg in Aussicht. In unserer jüngsten Stadtverordnetensitzung habe ich die Fraktionen gebeten, gemeinsam zu beraten, wie wir wiederholt den Gesprächsfaden mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens aufnehmen könnten. Nachdem die Stadtverordneten im März 2015 mit einer Mehrheit das Bürgerbegehren für unzulässig erklärten, habe ich gemeinsam mit dem Stadtverordnetenvorsteher Andreas Holfeld sowie seiner Stellvertreterin Karin Horst die beiden Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens, Hannelore Elmer und Christina Eisenberg, zu einem Gespräch eingeladen. Trotz einer vorhergehenden schweren Operation und entgegen der ärztlichen Ratschläge habe ich diesen Termin Ende März 2015 wahrgenommen. In einer eineinhalbstündigen Besprechung ist das Thema intensiv erörtert worden. Wir sind mit der Vereinbarung auseinandergegangen, nachdem die beiden Vertrauenspersonen sich in ihren Gremien rückversichern wollten, die Gespräche fortzuführen. Eine Rückinformation ist leider nicht erfolgt. Im Gegenteil ist als Antwort eine Klage gegen den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung beim Verwaltungsgericht eingereicht worden.

Ein weiteres wichtiges städtebauliches Projekt haben wir am 5. April in der Finsterwalder Innenstadt mit einem ersten Spatenstich auf den Weg gebracht. Unsere Wohnungsgesellschaft investiert in der Großen Ringstraße und in der Grabenstraße in zwei Wohnobjekte. Es entstehen dort zwölf neue Wohnungen, die bereits schon jetzt stark nachgefragt sind. Dieser Neubau ist ein positives Signal für die Sängerstadt und die Region. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir uns in Finsterwalde gegenwärtig gegen den Trend entwickeln und auf wachsende Einwohnerzahlen blicken. Das stärkt Finsterwalde und macht es uns schließlich möglich, unsere Stadt baulich zu entwickeln. Das haben wir bereits in der Westfalenstraße mit dem Umbau eines Wohnblockes in ein modernes Mehrgenerationenwohnobjekt begonnen. Nun geht es in der Innenstadt weiter.

In diesen Tagen haben die Stadtverordneten der Städte Finsterwalde und Sonnewalde einen wegweisenden Beschluss gefasst. Beide Stadtverordnetenversammlungen votierten für die Aufnahme von Verhandlungen zu einem Zusammenschluss der beiden Städte. In Finsterwalde fiel das Ergebnis bei 23 anwesenden Stadtverordneten einstimmig aus, in Sonnewalde stimmte eine große Mehrheit von 12 der 14 Abgeordneten dafür. Seit Langem schon beschäftigt uns die Frage, wie wir Verwaltungsstrukturen leistungsfähiger und effizienter machen können und das nicht nur vor dem Hintergrund der vom Land Brandenburg geforderten Mindesteinwohnerzahlen für eine Verwaltungseinheit. Man kann sagen, dass wir überall dort sehr erfolgreich waren, wo Stadt und Umland über die kommunalen Grenzen hinweg zusammengearbeitet haben, sei es in der Sängerstadtregion, in deren Rahmen wir Großprojekte wie den Kunstrasenplatz umsetzen konnten oder beim Stadt-Umland-Wettbewerb, wo wir Fördergeld in Höhe von 18 Millionen Euro einwarben. In unserer ländlich geprägten Struktur wird das gemeinsame Denken und Handeln für unsere Region immer wichtiger. Kräfte müssen gebündelt werden. Vor allem haben Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, ein Recht auf eine leistungsfähige Verwaltung, die ihre Aufgaben in Ihrem Sinne und nutzbringend für die Gemeinschaft erfüllt.   

Die Gespräche mit Sonnewalde fanden stets auf Augenhöhe statt - die gegenseitigen Erwartungen waren dabei realistisch. Ich gehe sehr zuversichtlich in die Verhandlungen und erwarte gute Ergebnisse. Über der gesamten Diskussion steht natürlich auch die Frage Sonnewalder Abwasserproblematik. Ich habe von Beginn an sehr deutlich gemacht, dass ein Zusammenschluss nicht zu höheren Abwasserpreisen für Finsterwalde führen darf. Allen Beteiligten ist bewusst, dass es keine kurzfristige Lösung für dieses Problem geben kann. Für die kommende Stadtverordnetenversammlung ist eine Folgebeschlussvorlage vorbereitet, mit der Bildung von Facharbeitsgruppen zu den Themen Bürgerbeteiligung/Öffentlichkeitsarbeit, EDV, Feuerwehr/Brandschutz, Finanzen, Kitas/Schulen/Soziales/Kultur, kommunale Liegenschaften, Personal/Verwaltungsgliederung, Ortsrecht/Ortsteilvertretung und Ver- und Entsorgung fortzufahren.

Auf unserer Internetseite werden wir unter dem Menüpunkt Interkommunale Zusammenarbeit über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen stetig und zeitnah berichten. Auch ein Online-Frageportal für Ihre Fragen werden wir einrichten. Ebenso ist geplant, in allen Ortsteilen, sowohl in Sonnewalde wie auch in Pechhütte und Sorno, in Ortsteilgesprächen über den Fortgang der Beratungen der Arbeitsgruppen zu informieren. In Finsterwalde planen wir dies in Stadtteilgesprächen in Nord, Mitte und Süd. Gleichermaßen werden wir, wie in der Vergangenheit auch, jeweils in öffentlichen Sitzungen des Hauptausschusses und der Stadtverordnetenversammlung über bereits vorliegende Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen berichten.

In diesen Tagen geht das Finsterwalder Kammermusik Festival zu Ende. In sechs Konzerten und zwei Kinderkonzerten haben wir wiederholt hochkarätige klassische Musik in Finsterwalde erleben dürfen. Zwei der Konzerte waren recht schnell ausverkauft, was ich als Beleg dafür sehe, dass es einen Bedarf an klassischen Musikangeboten gibt. Die Künstler trafen in Finsterwalde auf ein dankbares Publikum. Die Gäste aus der nahen und weiteren Umgebung erlebten facettenreiche und beeindruckende Darbietungen. Wenn wir mit unserem Kammermusik Festival Ihren Nerv treffen, freut es mich besonders. Die Entscheidung, ein Festival dieser Art in Finsterwalde zu etablieren, war die richtige.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder, die Baulöcher in der Berliner Straße und in der Oscar-Kjellberg-Straße haben sich aufgetan. Oft genug habe ich an dieser Stelle um Ihr Verständnis gebeten und ich kann nur wiederholen: Begegnen Sie unseren Innenstadtbaustellen mit Geduld. Erst vor wenigen Tagen haben wir den von der Sparkasse Elbe-Elster errichteten neuen Parkplatz in der Karl-Marx-Straße eingeweiht. Dieser wird es Ihnen erleichtern, Ihren Einzelhändler zu erreichen. Nutzen Sie das Angebot und bleiben Sie Ihrem Händler treu. Ich danke der Sparkasse Elbe-Elster für das Engagement und bin besonders froh, dass der Parkplatz pünktlich zum Baustart fertiggestellt werden konnte.

Es war glücklicherweise kein Aprilscherz – am 1. April konnte ich Herrn Naturski zur Eröffnung seiner Augenarztpraxis gratulieren. Es ist das Ergebnis eines mühevollen Ringens und einer guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Finsterwalde, dem Ärztenetzwerk Südbrandenburg und der Geschäftsführung des MVZ im Ärztehaus Süd. Für viele von Ihnen verkürzen sich nun die Wege zu einem Facharzt. Ich wünsche der Leitung des Medizinischen Versorgungszentrums viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung dieses Standortes, gewinnt Finsterwalde doch mit einer guten medizinischen Versorgung an Lebensqualität und Attraktivität.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

es liegt die schöne Maienzeit vor uns und es fehlt nicht an kulturellen und sportlichen Angeboten für Ihre freie Zeit. Kommen Sie auf jeden Fall am 29. April zum Maibaumstellen auf den Marktplatz. Gemeinsam haben die Kreishandwerkerschaft, die Sparkasse Elbe-Elster und die Stadt Finsterwalde diesen Höhepunkt vorbereitet. Am 30. April findet in der Langen Straße das beliebte Straßenfest statt. Wenn Sie Lust haben, sich als Amateur an einem Radrennen zu beteiligen, empfehle ich das City-Rennen am 1. Mai. Es findet bereits zum 19. Mal statt. Herr Schiller lädt wie gewohnt zu den Finsterwalder Stadtgesprächen und viele andere Veranstalter freuen sich auf interessiertes Publikum und fröhliche Mitmacher. Unserer Feuerwehrjugend wünsche ich viel Freude beim Zeltlager.

An dieser Stelle gratuliere ich den Mitgliedern unseres Männerballetts, die mit einem großartigen Auftritt wiederholt ostdeutscher Meister geworden sind.

Bereits jetzt möchte ich Sie bitten, den 21. Mai in Ihrem Kalender anzustreichen. An diesem Tag wollen wir beim traditionellen Subbotnik unser gutes altes Freibad aus dem Winterschlaf holen und dessen Umfeld wieder ansehnlich gestalten.

Allen Kindern und Jugendlichen, die in diese Tagen Jugendweihe, Kommunion und Konfirmation feiern, wünsche ich alles erdenklich Gute. Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit im Mai und ein frohes und erholsames Pfingstfest. Bleiben Sie Ihrer Heimat gewogen.

 

Herzlich Ihr Bürgermeister

Jörg Gampe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bürgermeister

Jörg Gampe
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde

Assistenz Frau Schilf  03531 783 101
E-Mail: assistenz-bgm@finsterwalde.de

Eine Stadthalle für Finsterwalde >>>

Schlossturm gegenwärtig gesperrt

Ein Aufstieg auf den Schlossturm im Finsterwalder Schloss ist gegenwärtig nicht möglich. Wegen eines beschädigten