Informationen Juni 2016

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

für uns Sängerstädter war der 23. Mai ein lang ersehnter Tag, denn das Bauvorhaben Ortsumgehung B 96 hat seinen Anfang genommen. Nicht weniger als 25 Jahren hat die Planung gedauert. Seit 2010 habe ich mich persönlich gemeinsam mit den Kollegen aus der Bauverwaltung intensiv um einen Fortschritt des Projektes bemüht. Nachdem im März 2011 der Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger vor Bürgermeistern und Landräten der Planungsregion Lausitz das Projekt als gesichert verkündete, kam kurz darauf von der Straßenbauverwaltung das Signal,

dass von den geplanten 8,1 Mio. Euro nur noch 5 Mio. Euro zur Verfügung stünden und das Projekt grobe Planungsfehler beinhalte. Am Rande von Arbeitstreffen konnte ich immer wieder bei Minister Jörg Vogelsänger auf diese unbefriedigende Situation aufmerksam machen. Eine Vermittlung durch den Bundestagsabgeordneten Michael Stübgen hat im Jahr 2011 dann noch einmal Bewegung in die Sache gebracht. Ich hatte die Möglichkeit, gemeinsam mit Michael Stübgen und dem damaligen Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer in Lübben über das Projekt zu sprechen. Es erfolgte daraufhin vonseiten des Bundesministeriums der Auftrag an die Landesstraßenbauverwaltung, die strittigen Punkte des Projektes zu klären. Anfang 2014 lag dann endlich der für den Bau erforderliche Planfeststellungsbeschluss vor. Dennoch hat es noch einmal zwei Jahre gedauert, ehe der Landesbetrieb Straßenwesen mit dem Bau beginnen konnte. Die Ortsumgehung wird Finsterwalde vom Schwerlastverkehr befreien und weitere städtebauliche Entwicklungsoptionen für die Stadt, aber auch die Sängerstadtregion bieten. Mein Dank gilt auch den Bürgern in der Gemeinde Massen, die in größerem Umfang von der Baumaßnahme betroffen sind. Ich freue mich, dass es nun endlich losgeht.

Weichen für eine Stadthalle


Um die Stadthalle - ein wichtiges städtebauliches Objekt für die Sängerstadt und ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für die Region - ging es am 6. Juni in einem weiteren Gespräch zwischen dem Stadtverordnetenvorsteher Andreas Holfeld, seiner Stellvertreterin Karin Horst, Christina Eisenberg und Hannelore Elmer von der SPD und mir. Die Stadtverwaltung wird in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 22. Juni den Abgeordneten eine Änderung der Einwohnerbeteiligungssatzung vorschlagen, worin die Bürgerbefragung als Form der Einwohnerbeteiligung geregelt wird. Das ist Voraussetzung für eine Befragung der Bürgerinnen und Bürger zum Projekt Stadthalle. Im Herbst wird die Stadt Finsterwalde eine Bürgerbefragung zur Stadthalle in Form eines Bürgerentscheides durchführen. Strittig ist weiterhin die Formulierung der Fragestellung, welche noch einvernehmlich abgestimmt werden soll. Hannelore Elmer und Christina Eisenberg haben zugesagt, nach Durchführung der Bürgerbefragung, die Klage gegen den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25. März 2015 zurückzuziehen, mit dem die Abgeordneten das Bürgerbegehren für unzulässig erklärten. Das im Jahr 2011 mit Transparenz und Bürgerbeteiligung begonnene Projekt ist durch die fragwürdige Initiierung eines Bürgerbegehrens gegen einen Beschluss unseres Souveräns, der Stadtverordnetenversammlung, erheblich verzögert worden.

Investition in Bildung und Barrierefreiheit

Für Kinder und Familien in der Region war der 19. Mai ein wichtiger Tag. Gemeinsam mit Schulleiterin Sylke Magister und dem Architekten Gerd Nestler haben wir den Grundstein für den Speisesaal an der Grundschule Nehesdorf gelegt. Ich freue mich vor allem für die Schülerinnen und Schüler, die dann in einem freundlichen, hellen und modernen Speiseraum ihre Mahlzeiten einnehmen werden. Außerdem wird uns ein repräsentativer Raum für Einschulungen zur Verfügung stehen. Nach der umfangreichen Sanierung und Erweiterung der Kita Nehesdorf und der Neugestaltung des Sporthofes in der Grundschule Stadtmitte ist dieser Speisesaal nun die nächste wichtige Investition in die kommunale Infrastruktur für Bildung und Betreuung, die den Kindern aus Finsterwalde und der Umgebung zugutekommt. Für die Beschulung von hörgeschädigten Kindern haben wir in den Klassenzimmern der Grundschule Nehesdorf schon viel getan. Im kommenden Jahr haben wir den Einbau eines Aufzuges in das Hauptgebäude geplant, damit auch rollstuhlfahrende Kinder alle Räume erreichen können. So werden wir einen weiteren Schritt in Richtung Barrierefreiheit erreicht haben. Auch in der Grundschule Nord wollen wir die Bedingungen für benachteiligte Kinder verbessern. Hier laufen ebenso die Vorplanungen für den Anbau eines Aufzuges an das bestehende Gebäude.

Gelebte Städtefreundschaft

Im Mai waren der Stadtverordnetenvorsteher Andreas Holfeld, seine Stellvertreterin Karin Horst sowie Michael Miersch und Franziska Dorn von der Stadt Finsterwalde im lettischen Salaspils zu Gast. Sie folgten der Einladung von Bürgermeister Raimonds Cudars zum Stadtfest. Neben einem offiziellen Empfang im Rathaus und einer Besichtigung neuer kulturtouristischer Projekte, hat die Delegation die Gedenkstätte Arbeitslager Salaspils besucht, ein Erinnerungsort an die Zeit der nationalsozialistischen und sowjetischen Besatzung. Die Freundschaft zum lettischen Salaspils ist für mich ein wichtiger Bestandteil der europäischen Verständigung, insbesondere in der momentan unsicheren Situation, die in der Region herrscht.

Ein weiterer Höhepunkt im Bereich unserer Städtefreundschaft war der Besuch des Musikvereins Bubach-Calmesweiler. Ich freue mich, dass die Musiker Finsterwalde als Ziel ihrer jährlichen Ausflugsreise gewählt haben und uns mit einem wunderbaren Konzert im Tierpark erfreut haben.

Kurz darauf erreichten uns erschütternde Nachrichten aus der Gemeinde Eppelborn. Ein schweres Unwetter hat vor allem im Ortsteil Dirmingen großen Schaden angerichtet. Nach Rücksprache mit den Kameraden unserer Feuerwehr, konnte ich sofort Hilfe aus Finsterwalde anbieten. Sie, liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder, haben sogleich eine große Spendenbereitschaft gezeigt. Ist auch das ein Beweis von gelebter Partnerschaft, genauso wie die Begegnung von Fußballern aus Montataire und Finsterwalde am ersten Juliwochenende. Ich lade Sie herzlich zum Freundschaftsspiel am 2. Juli in das Stadion ein.

Städtische Gesellschaften feiern 25-jährige Bestehen

In diesen Wochen feiern unsere beiden städtischen Gesellschaften ihr 25-jähriges Bestehen. Anlässlich des Festaktes bei der Wohnungsgesellschaft am 14. Juni habe ich auf die Bedeutung des Unternehmens für den Wohnungsmarkt, aber auch für die städtebauliche Entwicklung hingewiesen. Ich freue mich, dass die WGF an der stetigen Verbesserung der Wohnbedingungen im Südkomplex arbeitet, aber auch wichtige Investitionen in der Innenstadt geleistet hat, ganz aktuell mit dem Neubau von zwei Wohnobjekten in der Großen Ringstraße, aber auch mit der großen Investition im Karree Grabenstraße, die schon einige Jahre zurückliegt. Besonders stolz kann das Unternehmen auf die beiden Preise des Verbandes der Kommunalen Wohnungsunternehmen „gewohnt gut – fit für die Zukunft“ für die sanierten Häuser in der Jägerstraße 2 und der Naundorferstraße 4 sein.


Die Stadtwerke laden am 8. und 9. Juli zu ihrem 25. Geburtstag in das Freibad ein. Es erwarten uns zwei abwechslungsreiche Tage unter freiem Himmel. Zugleich findet am Samstag das 20:16 Stundenschwimmen statt. Ich möchte Sie ermuntern, wieder für ihre Stadt Bahnen zu ziehen Schließlich gilt es, den Titel zu verteidigen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihren Einsatz beim alljährlichen Freibad-Subbotnik bedanken. Es ist gut für unsere Kinder und Familien, wenn Ihnen unser alterndes, aber dennoch attraktives Freibad am Herzen liegt.

Mit den Stadtwerken haben wir in Finsterwalde nicht nur einen zuverlässigen Anbieter von Gas, Wasser und Strom. Das Unternehmen investiert in ein modernes Glasfasernetz, das einer wachsenden Zahl von Bürgern und Unternehmen zur Verfügung steht. Schnelles Internet ist ein Standortfaktor von steigender Relevanz. Finsterwalde ist mit SF-Digital absoluter Vorreiter in Brandenburg. Ich freue mich, dass wir mit diesem Vorteil für unsere Stadt werben können.

Tierpark weiter im Aufschwung

Am 22. Mai hatte ich die Gelegenheit, unsere Tierpaten zu begrüßen und ihnen für ihre Unterstützung zu danken. Beim Patentag, den wir bereits zum dritten Mal gefeiert haben, gibt Tierparkleiter Torsten Heitmann stets einen besonderen Blick in die Gehege frei. Das Interesse der Finsterwalderinnen und Finsterwalder, sei es als Besucher, als Pate oder als Mitglied im Förderverein ist groß. Dies zeigt, dass der Tierpark ein wichtiger Mosaikstein in der Palette unserer Freizeit- und Kulturangebote ist, auch als beliebter Veranstaltungsort, wie es sich am Beispiel des Kinderfestes zeigt. Mehr als 800 kleine und große Gäste ließen sich dazu am 5. Juni in den Tierpark einladen.  

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

mit unseren kulturellen Wochenmärkten, dem Kinderfest und der Langen Nacht im Tierpark hat die Stadt Finsterwalde den Reigen der sommerlichen Kulturveranstaltungen in der Region ergänzt. Freuen Sie sich nun auf die Sommerliche Abendmusik am 1. Juli im Park der Kjellberg-Villa oder lassen Sie sich auch in unsere schönen Ortsteile Sorno und Pechhütte einladen, die im Juli ihre liebevoll organisierten Dorf- und Feuerwehrfeste feiern. Am 2. Juli laden wir Sie zum Tag der offenen Tür in das neue Standesamt und das Trauzimmer ein. Unsere Senioren möchte ich bereits an den Seniorennachmittag am 27. Juli im Tierpark erinnern, zu dem Sie sich wie gewohnt anmelden können. Den Schulkindern wünsche ich für die letzten Schulwochen die nötigen Erfolge und einen guten Start in die Ferienzeit.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

genießen Sie die kommenden sommerlichen Wochen, daheim oder auf Reisen. Bleiben Sie Ihrer Heimat gewogen. Es grüßt Sie herzlich

 

Ihr Bürgermeister

 
Jörg Gampe

 

 

Bürgermeister

Jörg Gampe
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde

Assistenz Frau Schilf  03531 783 101
E-Mail: assistenz-bgm@finsterwalde.de

Eine Stadthalle für Finsterwalde >>>

Schlossturm gegenwärtig gesperrt

Ein Aufstieg auf den Schlossturm im Finsterwalder Schloss ist gegenwärtig nicht möglich. Wegen eines beschädigten