Informationen Februar 2017

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

das neue Jahr ist gut gestartet. Wir konnten einen Januar voller Kultur und ehrenamtlichem Engagement genießen und erleben gerade einen Februar, der sich ebenfalls von seiner besten Seite zeigt, auch wenn uns der Winter lange Zeit fest im Griff gehabt hat.

Auch an dieser Stelle noch einmal ein besonderer Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wirtschaftshofes die immer versuchen, egal ob spät abends oder am Wochenende, Schnee und Eis an Bushaltestellen, Gehwegen und Übergängen zu beseitigen oder zu streuen.

Wir durften zum Jahresbeginn ein Neujahrskonzert genießen, das mehr als musikalisch hochwertig war. Die vier Musiker des Weimarer Klavierquartetts haben uns einmal mehr gezeigt, wie sie das Logenhaus mit ihrer Musik in ein kleines Konzerthaus verwandeln können. Dafür wurden sie belohnt, indem alles, bis auf den letzten Platz, belegt war. Ursprünglich war für den 15. Januar nur eine Vorstellung geplant. Die Karten waren jedoch in so kurzer Zeit vergriffen, dass durch das Ensemble schnell ein zweites Konzert ermöglicht wurde, welches ebenfalls restlos ausverkauft war. Das zeigt – der Bedarf ist da. Wir können uns also auf das Kammermusikfestival im März und April freuen, denn dann bekommen wir wieder mehrfach die Möglichkeit, klassische Musik in unserer Sängerstadt genießen zu dürfen.

Ebenfalls im Januar konnten bei der Sparkassen-Kunstallee die Bilder von H.-Jürgen Malik bestaunt werden. Der Maler im Ruhestand ließ in uns die Sehnsucht nach warmem Wetter und italienischen Städten erwachen.

Auch in diesem Jahr besuchten uns die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde im Schloss, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Dabei stehen 2017 besonders Kinder in Kenia im Fokus der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Ich bin froh und stolz, dass es diese Form der Hilfsbereitschaft auch in Finsterwalde gibt und danke den Kindern für ihre Hilfsbereitschaft und ihr Engagement.

Ebenfalls großes leisteten im vergangenen Jahr die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unserer Stadt, auf deren Jahreshauptversammlung ich am 27. Januar zu Gast sein durfte. Die 107 aktiven Mitglieder hatten im vergangenen Jahr 188 Einsätze. Statistisch gesehen, entspricht das einer Einsatzdichte von mehr als einem Einsatz in zwei Tagen. Das ist erneut eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2015. Fast 190 Einsätze im abgelaufenen Jahr zeigen sehr deutlich die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Kameradinnen und Kameraden. Was sie ehrenamtlich neben ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen leisten, verdient unser aller Respekt! Besonders erfreulich ist, dass neben der Brandbekämpfung und vielen weiteren Aufgaben, auch die Jugendarbeit funktioniert. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte die Übernahme von drei Jugendlichen in die aktive Wehr verkündet werden. Daneben gab es zahlreiche Beförderungen und Ehrungen für jahrzehntelange treue Dienste in der Feuerwehr.

Egal ob bei Hilfeleistungen und Verkehrsunfällen, bei Wohnungs- und Waldbränden, oder auch bei der Absicherung des Sängerfestes, auf die Kameradinnen und Kameraden der Finsterwalder Feuerwehr ist Verlass.

Die Vielzahl der Einsätze ist nur über einen guten Ausbildungsstand abzusichern, in den Gerätehäusern, bei der Kreisausbildung oder an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt.

Erfreulich ist auch, dass der neu in 2016 eingerichtete Einsatzleitungsraum im Gerätehaus der Feuerwehr Stadtmitte bereits schon zur Absicherung des Sängerfestes im Einsatz getestet werden konnte. Zukünftig soll von hier aus die Einsatzleitung bei Großschadenslagen oder Katastrophen erfolgen.

Mein Respekt und meine Anerkennung gelten den Leistungen der Finsterwalder Kameradinnen und Kameraden, die zum Wohl unserer Stadt und der Ortsteile Pechhütte und Sorno und sogar zum Teil weit darüber hinaus im Stützpunktbereich aktiv sind.  Mein Dank geht aber auch an die Familien der Feuerwehrleute,  die ihnen den Rücken für die Feuerwehrarbeit freihalten!

Auf den vielen Baustellen in unserer Stadt herrscht derzeit noch Winterruhe und doch laufen die Vorbereitungen, damit es an den verschiedenen Stationen weitergehen kann, sobald es das Wetter zulässt. Die „OP am offenen Herzen“, wie ich die Baustelle in der Berliner Straße gern scherzhaft nenne, hat noch einen zweiten Bauabschnitt vor sich. Wie im ersten Abschnitt, wird zunächst unter der Erde und mit halbseitiger Sperrung begonnen werden. Um den Anliegern nur möglichst kurz zur Last zu fallen, soll auch hier wieder im letzten Jahr erfolgreich erprobten Zwei-Schicht-System gearbeitet werden, sodass die Fertigstellung bereits für den November dieses Jahres geplant ist. In der Oscar-Kjellberg-Straße sind noch Restarbeiten am Gehweg abzuschließen, sodass die Straße bald wieder für Verkehrsteilnehmer aller Art reibungslos nutzbar ist.

Los geht es dann auch bald mit der Leipziger Straße, die bis zur Kreuzung Berliner Straße erneuert wird. Außerdem können wir nach zähem Ringen mit dem Landesstraßenbetrieb mit dem zweiten Bauabschnitt in der Sonnewalder Straße beginnen, der von der Lessing-Straße bis zum Kaufland reicht. Trotz der Baumaßnahmen werden beide Supermärkte, Netto und Kaufland, dauerhaft erreichbar bleiben. Ich bin froh, dass es uns somit gelungen ist nun endlich den längst überfälligen Gehweg vom Ponnsdorfer Weg bis zum Kaufland zu errichten. Auch für unsere Radfahrer soll die Sicherheit erhöht werden. Die bei uns in Finsterwalde bereits praktizierten Radwegeangebotsstreifen auf der Fahrbahn werden nach den Sanierungsarbeiten von der Kreuzung Ponnsdorfer Weg bis an die Einmündung zum Kaufland weitergeführt. Für die aus verkehrssicherheitstechnischer Sicht notwendige Maßnahme, müssen entlang der Gehwegverlängerung bis zum Kaufland allerdings die Bäume gefällt werden. Geplant sind gleichermaßen aber auch Neu- und Ersatzpflanzungen, wie bereits auch schon im ersten Bauabschnitt.

Am Langen Damm wird der Kreisverkehr in Höhe der Stadtwerke gebaut, so dass hier in Zukunft hoffentlich Wartezeiten an der Kreuzung eingespart werden können und der Verkehr flüssiger wird. Eine Baustelle der besonderen Art wird es in der Bürgerheide geben. Dort wird der Spielplatz erneuert und erweitert. Bei der Bauplanung haben uns die Kinder der Grundschule Nehesdorf geholfen. Es war sehr beeindruckend zu sehen, dass sie bei ihren Ideen auch die Bedürfnisse kleinerer Kinder berücksichtigt und sich wirklich große Mühe gegeben haben. Am 18. Januar durfte ich die Kinder zu einer Fragestunde im Schloss begrüßen. Bei dieser Gelegenheit haben wir uns gleich verabredet: zur Baubegehung im Laufe des Frühjahrs. Schließlich wollen die Kinder verständlicherweise sehen, wie ihre Ideen umgesetzt werden.

„Das größte Denkmal ist das Gedächtnis.“ – sagte schon Perikles um 500 v.Chr. Für Louis Schiller, den Namensgeber für die Ehrenmedaille unserer Stadt, möchten wir beides tun: ihm gedenken und ihm ein Denkmal setzen. Als Hauptlehrer der Knabenschule, Gründer der Turnerschaft und der freiwilligen Feuerwehr und durch zahlreiche andere Dienste für das Allgemeinwohl der Stadt hat er sich ihr  und ihren Bürgern gegenüber verdient gemacht. Am 11. Februar jährt sich der Todestag von Heinrich Louis Schiller zum einhundertsten Mal. Dies haben wir als Stadt Finsterwalde zum Anlass genommen, am ehemaligen Wohnhaus von Louis Schiller, in der Berliner Straße 40, eine Gedenktafel anzubringen. Ich lade Sie herzlich ein, sich diese Tafel bei einem Spaziergang entlang der Berliner Straße einmal anzuschauen. Mithilfe eines QR-Codes, der auf der Tafel angebracht wird, können Sie außerdem noch mehr über „Papa Schiller“ erfahren.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

noch ist es draußen kalt und ungemütlich. Wenn es in den kommenden Tagen aber sonniger wird, dann lade ich Sie ein, sich einmal in Ihrer Stadt umzuschauen und all das Neue zu entdecken. Falls es für Spaziergänge aber doch zu frisch sein sollte, empfehle ich Ihnen zahlreiche Kulturangebote, die drinnen stattfinden. Schauen Sie doch mal wieder in den Finsterwalder Gaststätten oder im Sänger- und Kaufmannsmuseum vorbei. Der eine oder andere von Ihnen, könnte dort noch ihm bekanntes entdecken "Das hatte ich auch!" heißt die Ausstellung, die noch bis zum 26. Februar Spielzeugautos und Werbefiguren aus der DDR zeigt.

Sichern Sie sich auch jetzt schon Karten für unser Finsterwalder Kammermusik Festival, das am 28. März beginnt. Es erwarten uns wieder hochkarätige Konzerte, die mit den Angeboten in den großen Kulturmetropolen allemal mithalten können. Lassen Sie die Gelegenheit nicht verstreichen. Ich freue mich, Sie im Logenhaus zu treffen. Das Auftaktkonzert ist leider schon komplett ausverkauft. Bleiben Sie gesund und Ihrer Heimat gewogen.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe

Bürgermeister

Jörg Gampe
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde

Assistenz Frau Schilf  03531 783 101
E-Mail: assistenz-bgm@finsterwalde.de

Eine Stadthalle für Finsterwalde >>>

Schlossturm gegenwärtig gesperrt

Ein Aufstieg auf den Schlossturm im Finsterwalder Schloss ist gegenwärtig nicht möglich. Wegen eines beschädigten