Landkreis informiert über Stand der Flüchtlingsunterbringung


14. Dezember
Aufgrund der hohen Flüchtlingszahl in diesem Jahr arbeitet auch die Stabsstelle Asyl beim Landkreis Elbe-Elster in der Wohnungsakquise mit Hochdruck. Dies betrifft Gemeinschaftsunterkünfte, Notunterkünfte, Wohnungen und Pensionen ebenso wie Wohnungen in größeren Wohnverbünden.



Bisher können die wöchentlichen Zuweisungen von Asylbewerbern durch vorhandene Plätze in den größeren Gemeinschafts- und Notunterkünften bzw. auch Wohnverbünden, aber auch durch neu akquirierte Plätze in Wohnungen, realisiert werden. Jedoch werden weitere Plätze in Wohnungen nach wie vor dringend benötigt. Insbesondere auch in den Kommunen, wo bisher noch keine oder vergleichsweise wenig Asylbewerber untergebracht sind.

Vergleicht man die bisherige Verteilung nach Kommunen, kommt die Stadt Finsterwalde aktuell auf 319 Personen in Übergangswohnheimen und Wohnungen, gefolgt vom Amt Kleine Elster (193), dem Amt Plessa (161), und der Stadt Elsterwerda mit 153 Asylbewerbern. Nur wenige Asylbewerber sind bislang untergebracht in Falkenberg, Mühlberg, Schönewalde und Uebigau-Wahrenbrück. Keine freien Kapazitäten, und damit bislang auch keine Belegungen, verzeichnen die Stadt Sonnewalde, die Ämter Schradenland und Schlieben sowie die Gemeinde Röderland.

In Herzberg wird sich die Zahl von 99 Asylbewerbern ändern, wenn in der Woche ab 14. Dezember begonnen wird, das neue Asylbewerberheim in der Herzberger Lugstraße zu belegen. Diese Unterkunft bietet Platz für rund 150 Asylbewerber. Um die Unterbringung der Flüchtlinge auch in Zukunft gewährleisten zu können, hier schaut der Landkreis bereits in das Jahr 2016, müssen kurzfristig weitere Wohnungen in den Kommunen erschlossen werden, in denen Asylbewerber untergebracht werden können.

Wenn es bei der wöchentlichen Zuweisung von zuletzt 50 bis 70 Zugängen bleibt, ist sich der Landkreis sicher, kann durch die fortlaufende Wohnungsakquise die Unterbringung für 2015 bewältigt werden. Der Landkreis rechnet damit, dass die künftigen Zugangszahlen voraussichtlich auf ähnlichem Niveau wie 2015, also zwischen 1.500 und 1.700 Asylbewerbern, liegen werden. Die bestätigte Quote liegt seit 4. November bei 1.690 Antragstellern in diesem Jahr.

Flüchtlinge, die nach Deutschland eingereist sind, werden zunächst in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt untergebracht, damit sie registriert werden und dort ihren Asylantrag stellen können. Erst dann werden sie nach einem vorgegebenen Schlüssel auf die Landkreise verteilt, die wiederum aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen auf die Mitwirkung aller Kommunen angewiesen sind. Auch der Landkreis Elbe-Elster hat regelmäßig Asylbewerber nach dem Landesaufnahmegesetz aufzunehmen und deren Unterbringung, Versorgung, Krankenhilfe und Betreuung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) sicherzustellen. Die Asylbewerber werden in Gemeinschaftsunterkünften, die an verschiedenen Standorten im Kreisgebiet eingerichtet wurden, aber auch in Wohnungen untergebracht. Nach ihrer Ankunft wird ihnen die Teilnahme an einem Sprachkurs ermöglicht. Außerdem werden über das Jobcenter und die Arbeitsagentur verschiedene Programme angeboten, um Asylbewerber in Arbeit zu vermitteln.