Wohngemeinschaft unterstützt junge Flüchtlingsfamilie

Alleinerziehende Frau aus Syrien bekommt viel Hilfe

Mayada Familie Junker webVor etwas mehr als zwei Monaten ist Mayada al Said ali mit ihren fünf Kindern aus Syrien nach Deutschland gekommen. Nach einigen Wochen in der Notunterkunft in der Tuchmacherstraße hat sie Mitte November bei der Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde eine Dreizimmerwohnung beziehen können. Mit dem Einzug in die Brandenburger Straße 15 sind nicht nur die Wohnbedingungen viel besser, sondern zugleich ist Mayada al Said ali in eine freundliche Wohngemeinschaft aufgenommen worden. Nur wenige Stunden nach ihrem Einzug hatten die Nachbarn Möbel und das Nötigste organisiert. Margrit Kapitzke,

langjährige Mieterin der Wohnungsgesellschaft, war diejenige, die sofort die Initiative ergriffen hat. „Ich war ganz berührt, als ich die junge Frau mit den fünf kleinen Kindern gesehen habe. Sie ist allein und ohne Sprachkenntnisse. Das muss man sich vorstellen. Ich bin froh, dass so viele Menschen sogleich und ganz beherzt geholfen haben. Insbesondere den Familien Rückl und Häring ist zu danken.“

Auch im Alltag schaut Frau Kapitzke regelmäßig bei ihren neuen Nachbarn vorbei und hilft, wo es möglich ist. Die beiden Frauen haben inzwischen ein herzliches Verhältnis.
In diesen Tagen haben sich René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, und Bürgermeister Jörg Gampe ein Bild von der Situation der jungen Familie gemacht. „Um die Integrationsbereitschaft der Familie und der Nachbarn muss man sich keine Sorgen machen“, ist sich René Junker sicher. „Hier ist Frau Said ali in eine hervorragende Wohngemeinschaft aufgenommen worden. Ich danke den Familien, insbesondere Frau Kapitzke, für ihr Engagement“.    
Mayada al Said ali besucht gegenwärtig Deutschkurse im „Interkulturellen Begegnungszentrum Welt“ in Finsterwalde. „Wichtig ist jetzt, dass auch die Kinder so schnell wie möglich die Schule und Einrichtungen besuchen können, um die Sprache zu lernen und Kontakte knüpfen zu können. Die zwei Kinder im Kindergartenalter werden künftig die Kita Sängerstadt besuchen. Wir haben die Einrichtung bereits mit Material zum Sprachenlernen ausgestattet“, sagt Bürgermeister Jörg Gampe. Mayada al Said ali nutzte den Besuch auch, sich für das freundliche Willkommen in Finsterwalde zu bedanken. „Wir sind aus dem Krieg geflohen, nun lebe ich in einer friedlichen Umgebung und die Menschen sind sehr freundlich. Dafür bin ich dankbar“, sagt sie.    

Bildunterschrift 1):  Mayada al Said ali (links) mit René Junker von der Wohnungsgesellschaft, Margrit Kapitzke, Dolmetscher Bilal Nouh und den Kindern Mays, Nour, Sham, Ghaith und Taim.